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und Wärme jetzt
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Stadtwerke Cham
GmbH einreichen.

Photovoltaik

PhotovoltaikanlageIn unserem Versorgungsgebiet nehmen wir derzeit elektrische Energie aus mehr als 636 Anlagen mit einem Gesamteinspeisevolumen von knapp 18552 kWp (Stand: 01.05.2013) auf.

Wenn Sie auch über eine Einrichtung dieser Art nachdenken, sollten Sie sich mit uns in Verbindung setzen.

 

Allgemein gilt, dass für die Messeinrichtung ein eigener Zählerplatz in der Hausverteilung zur Verfügung stehen muss.

Grundsätzlich müssen aber zunächst die netztechnischen Voraussetzungen geprüft werden. Wenn diese unter Einhaltung der VDEW-Richtlinie "Eigenerzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz (4. Ausgabe 2001)" einschließlich VDN-Merkblatt zur VDEW-Richtlinie vom März 2004, gewährleistet sind, erhalten Sie für Ihr Projekt eine Einspeisezusage. Wird nicht innerhalb eines halben Jahres nach Zugang der Einspeisezusage der Anschluss beantragt, erlischt die Zusage.

Zur Prüfung der netztechnischen Voraussetzungen benötigen wir:

-Ein Datenblatt der Eigenerzeugungsanlage,
-einen Lageplan (möglichst Maßstab 1:1000), aus dem der Standort der geplanten Eigenerzeugungsanlage hervorgeht,
-eine Konformitätserklärung bzw. ein vom Anlagenhersteller verfasstes Prüfprotokoll bezüglich der zu erwartenden Netzrückwirkungen,
-einen Übersichtsplan der Eigenerzeugungsanlage,
-eine Anmeldung zum Anschluss an das Niederspannungsnetz,
-die Anmeldung der Anlage bei der Bundesnetzagentur.

Vereinbarungen für Stromlieferung und -bezug

Die Vereinbarungen über die Abnahme und Vergütung für Strom aus einer Eigenerzeugungsanlage sowie über den Strombezug für den Eigenbedarf einer Anlage werden vor Inbetriebnahme gesondert abgeschlossen. Die Einspeisung wird nach Gesetz vergütet. Die Inbetriebnahme ist kostenpflichtig.

Mikro-PV-Anlagen

In letzter Zeit treten vermehrt Anfragen bezüglich sogenannter Mikro-PV-Anlagen auf. Diese Anlagen bestehen aus einem oder mehreren Solarmodulen und einem Modulwechselrichter, oft auch in Verbindung mit einem integrierten Stromspeicher.
Unabhängig von der Leistung der Module oder des Speichers gilt für alle Anlagen dieser Art die VDE-AR-N 4105 „Anschluss von Erzeugungsanlagen an das Niederspannungsnetz“ und damit auch das festgelegte Anmelde- und Inbetriebsetzungsverfahren beim Netzbetreiber. Ob eine EEG-Vergütung beansprucht wird, hat keinerlei Einfluss auf die Anschlussbedingungen.
Mikro-PV-Anlagen werden auch „Steckerfertig“ angeboten. Die damit verbundenen Risiken für Leib und Leben beim „einfach in die Steckdose stecken“ kann wohl jede Elektrofachkraft nachvollziehen! Aus diesem Grund ist nach DIN VDE 0100-551 zum Schutz vor Personen- und Sachschäden die Einspeisung einer Stromerzeugungsanlage in einen Endstromkreis nicht zulässig.
Achtung: Nur der Fachmann kann eine fachgerechte Installation gewährleisten!!!

Systemstabilitätsverordnung (SysStabV) - 50,2 Hz-Problematik

Innerhalb der letzten Jahre hat die Einspeisung von Strom aus dezentralen Energieerzeugungsanlagen insbesondere von Solarstromanlagen erheblich zugenommen. Im Jahr 2011 waren bereits 25 Gigawatt (GW) Photovoltaik (PV) installiert. PV-Anlagen haben damit eine große Bedeutung für die Stromversorgung und auch für die Stabilität des Stromnetzes erreicht. Viele ältere Anlagen sind noch so eingestellt, dass sie sich bei einer Netzfrequenz von 50,2 Hz schlagartig abschalten. Diese Anlagen entsprechen in Deutschland einer Anlagenleistung von ungefähr neun Großkraftwerken. Das gleichzeitige Abschalten könnte zu deutschlandweiten Versorgungsstörungen führen. Um das hohe Maß an Versorgungssicherheit in Deutschland weiter gewährleisten zu können, wurden gemeinsam vom Bundesumweltministerium, den Netzbetreibern und den betroffenen Verbänden Maßnahmen zur Nachrüstung von Photovoltaikanlagen erarbeitet. Bei der Nachrüstung ist nicht nur eine Anpassung der Einstellungen von neuen, sondern auch von bestehenden Anlagen wie Ihrer erforderlich.

Hierzu ist am 26. Juli 2012 die Systemstabilitätsverordnung in Kraft getreten, die die Netzbetreiber mit der Organisation der Nachrüstung beauftragt. Sie als Anlagenbetreiber tragen keine Kosten, sind aber im Interesse aller deutschen Stromverbraucher zur Mitwirkung verpflichtet. Daher bitten wir Sie um Ihre Unterstützung, damit Ihre Anlage fristgerecht nachgerüstet werden kann. Zur weiterführenden Information finden Sie hierzu ein offizielles Schreiben der Ministerien zum Inhalt dieser Systemstabilitätsverordnung.

Wir möchten Sie in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass Anlagenbetreiber gemäß der Systemstabilitäts-Verordnung eine Mitwirkungspflicht haben, die gemäß EEG bei Nichterfüllung zum Verlust der Vergütung führen kann. Diese Mitwirkungspflicht beinhaltet u.a. das vollständige Ausfüllen des Abfragebogens sowie das Zustandekommen eines Termins zur Nachrüstung innerhalb der Fristen gemäß Verordnung.

Kosten können Ihnen entstehen, falls Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch machen möchten und selbst eine fachkundige Person /Firma für die Nachrüstung vorschlagen. Gemäß Systemstabilitätsverordnung muss diese von uns als Netzbetreiber beauftragt werden. Die ggfs. durch diesen Auftrag entstehenden Mehrkosten gegenüber einer Beauftragung einer anderen fachkundigen Person / Firma durch uns müssen Sie selbst tragen. Wenn Sie dieses Wahlrecht ausüben wollen, benennen Sie uns bitte im Abfragebogen die gewünschte fachkundige Person oder Firma. Hierbei müssen Sie uns nachweisen, dass die Nachrüstung durch eine Elektrofachkraft ausgeführt wird, die in das Installateurverzeichnis eines Stromnetzbetreibers eingetragen ist oder Angestellter oder Beauftragter eines Wechselrichterherstellers ist und die notwendigen wechselrichterspezifischen Spezialkenntnisse zur 50,2-Hz_Nachrüstung besitzt. Wenden Sie sich dazu an die von Ihnen gewünschte fachkundige Person oder Firma.

Systemstabilitätsverordnung (SysStabV) - Gesetzestext


Fragen und Antworten


Schreiben der Ministerien und der Bundesnetzagentur

 
Sonstiges

Beeinträchtigung unserer Ton-Rundsteuerfrequenz von 316,66 Hz muss ausgeschlossen bleiben.

Wir weisen darauf hin, dass die Messeinrichtung für die Eigenerzeugungsanlage durch einen sachkundigen Dritten (z.B. Stadtwerke Cham GmbH) errichtet und betrieben werden muss.